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Herkunft der Familie
Tritthart |
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- Tritthardt - Tritthard - Trithart - Trithardt -
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Treuthardt - Treuthart |
Nach den
bisherigen Erkenntnissen unserer Familienforschung ist der Ursprung der
Familie in der Schweiz zu suchen. Dort ist bereits 1488 ein
Andreas Trüthart erwähnt. Für uns interessant (Beginn der Stammbaum-Linie)
ist vor allem Jackob Treuthardt (geb. ca. 1555) aus Zweisimmen im
Kanton Bern, der 1583 Magdalena Franz heiratete und mit ihr 10 Kinder
zeugte. |
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Anmerkung: Ich bin
kein Geschichtsexperte, versuche nur, meine Erkenntnisse einigermaßen
verständlich darzulegen. Wenn jemand mehr über unsere Vergangenheit weiß, so
bin ich gern bereit, diese Ausführungen zu ergänzen oder zu korrigieren.
Peter
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Etwa 100 Jahre
später ist aus seiner Nachkommenschaft Johann Jakob Treuthardt (1634 - 1705)
von der Schweiz in die Pfalz ausgewandert. Es war die Zeit der Reformation
und des religiösen Umbruchs. Wahrscheinlich ist Johann Jakob wie viele
andere Schweizer zu jener Zeit wegen seines Glaubens, vielleicht sogar wegen
religiöser Verfolgung ausgewandert. Die Pfalz bot sich an, weil nach dem
30-jährigen Krieg (1618-1648) die Bevölkerungszahl stark dezimiert war und
der damalige Kurfürst Karl Ludwig für den Wiederaufbau neue Arbeitskräfte
anwarb und im Gegenzug größere Freiheiten bot. Johann Jakob siedelte mit
seiner Familie in Gersbach (heute Stadtteil von Pirmasens) an. Der Name
wechselte auf Tritthard (vermutlich wegen der Aussprache, auch Tritthart
oder Truithart treten als Schreibweisen auf).
Bis Ende des 19. Jahrhundert haben in der Gegend
um Pirmasens Trittharts gelebt. Mindestens eine Familie ist ins benachbarte
Elsass gezogen, dort leben heute noch Nachkommen. Andere -- bekannt sind Peter Tritthart (geb.
1849) und Jakob Tritthart (1863 - 1953) -- sind von der Pfalz nach Amerika ausgewandert,
Jakob nach New York, Peter wohl weiter in den Westen, er starb in Camas,
Idaho.
Ebenfalls im 19. Jahrhundert, genauer: 1872, zog Johann Treuthardt von
Zweisimmen aus nach Finnland. So kommt es, dass heute in Skandinavien
zahlreiche Familienmitglieder leben (siehe Foto vom
Treffen 1993)
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Zurück ins 18. Jahrhundert. 1784 wanderte Johann
Georg Tritthart mit Frau und drei Söhnen von der Pfalz (Hainzenthal, Sippersfeld) über
Wien nach Galizien¹ aus (gehörte damals zu Österreich). Wieder folgten
einfache, gutgläubige Bauern dem Ruf und den Versprechungen einzelner
Herrscher. Galt es diesmal die östlichen Grenzregionen Österreichs unter
Josef II. zu besiedeln und - und daraus erklärt sich, warum gerade
Protestanten aus der Pfalz angeworben wurden - ein Bollwerk gegen das
katholische Polen zu schaffen.
Johann Georg blieb in Brigidau, sein Söhne finden sich später ebendort sowie
in Josefow (nördlich von Lemberg) wieder.
Ein Teil der Familie, wir wissen von Johann Trithardt (1847 - 1927) zog noch weiter gen Osten bis nach Bessarabien. Von
dort wanderten um die Jahrhundertwende einige nach Kanada aus (Schreibweise
Trithart oder Trithardt), andere wurden spätestens 1939 größtenteils nach
Deutschland umgesiedelt. Von dieser "Rückführung ins Reich", einer
Vereinbarung zwischen Nazi-Deutschland und Russland, waren auch die
Trittharts betroffen, die in Galizien geblieben waren. Sie kehrten
überwiegend nach Österreich und ebenfalls nach Deutschland zurück. |
Wen es interessiert: Es sind noch
zahlreiche Briefe von meinem Urgroßvater Adam aus Josefow an seine Söhne in
Österreich erhalten. Ein Teil davon ist unter 'Briefe'
hier nachzulesen. Man erhält einen eindrucksvollen Einblick vom Leben in
Galizien in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.
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¹Galizien bitte nicht verwechseln mit der Landschaft in Nordspanien -
das alte Galizien war die Gegend um Lemberg, heute: Lvov in der Ukraine
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